Massage

Massage

Die Massage wirkt in verschiedenen Schichten des Körpers und beinhaltet nicht nur die Klassische Massage, sondern spaltet sich in mehrere Methoden auf, je nachdem in welcher Körperschicht, die Methode ihre Hauptwirkung entfaltet.


Die Klassische Massage

ist wohl die am bekannteste Massage Methode in unseren Breiten und wird schon lange von Therapeuten und Masseuren angewandt. Ihre Hauptwirkung ist in einer Mehrdurchblutung der Haut und der Muskulatur, sowie einer Entspannung der 1. und 2. Muskelschicht zu erklären. Ihre Stärke liegt also darin, Beschwerden die von Muskelverspannungen, die auch sehr oft von tiefer liegenden Muskelschichten kommen, zu lösen.

Einige Beispiele hierfür sind:
  • Nackenverspannungen – Schmerzen im Nacken – Schulterbereich
  • Verspannungen zwischen den Schulterblättern und im Brustmuskelbereich – Schmerzen zwischen den Schulterblättern
  • Rückenverspannungen – Schmerzen im Lenden – Beckenbereich
  • Beckenverspannungen – Schmerzen im Beckenbereich die auch ausstrahlen können, deren Ursache kein Bandscheibenvorfall ist
  • Verspannungen der Oberschenkel – Knieschmerzen, deren Ursache keine Arthrose oder andere Gelenkserkrankung ist

Allerdings wirkt Massage nicht nur auf der physiologischen Ebene, sondern es können damit auch sehr gut psychosomatische Erkrankungen positiv beeinflusst werden. Eine Erklärung ist der enge Zusammenhang zwischen dem Vegetativen Nervensystem, das unter anderem die Anspannung und die Entspannung, sowie eng mit der Muskelspannung im gesamten Körper, dem Verdauungssystem und dem Kardiovaskulären System (Herz-Kreislaufsystem) hat, und von der Berührung durch Massage. Dadurch können über die Massage auch körperliche Beschwerden gelindert werden, bei denen es im ersten Moment noch keinen Zusammenhang zu geben scheint.

Einige Beispiele hierfür sind:
  • Schlafstörungen
  • Verstopfung
  • Nervöse Blase
  • Magenschmerzen bei denen keine krankhafte Ursache gefunden wurde

Natürlich kann man die Klassische Massage auch nach ihrer Intensität unterscheiden. Wenn das Hauptaugenmerk auf der Entspannung – Wohlfühlen liegt, spricht man von Wellness Massage, im anderen Fall von Klassischer Massagedie ihre Wirkung in tieferliegenden Schichten des Körpers entfalten.


Die Lymphdrainage

wird bei allen Beschwerden angewandt, bei denen die Ursache eine vermehrte Lymphbildung (Wasser) zu finden ist. Sie findet hauptsächlich im Subkutanen Gewebe (Unterhaut) ihre Entfaltung. Durch die Verschiebung dieses werden die Nerven des Lymphsystems stimuliert und dadurch werden die Lymphgefäße angeregt sich schneller zu entleeren. Dadurch wird die Lymphflüssigkeit schneller aus dem Gewebe befördert und sogar Flüssigkeit aus tiefer gelegenen Schichten (z.B. Lunge, oder Darm) kann mit dieser Methode schneller abtransportiert werden.

Beschwerden des Lymphsystems sind:
  • Spannungs-, Schweregefühle meistens in den Beinen
  • Druckgefühl auf der Brust
  • Gefühl schlechter Atmen zu können
  • Kopfschmerzen
  • Schmerzen wie bei einer Grippe“ – Empfindlichkeit beim leichten Streichen über die Haut
  • Ziehen
  • Völle-, Druckgefühl im Bauch

Durch eine Lymphdrainage können diese Beschwerden gelindert werden, es ist allerdings immer abzuklären ob es eine medizinische Ursache dafür gibt!


Die Bindegewebsmassage/Segmentmassage

gehört in die Gruppe der Reflexzonentherapien und beide Methoden sind medizinisch sehr gut erforscht und erklärbar. Ihre Hauptwirkung entfaltet sich im Bindegewebe des Körpers und steht über Nervenverbindungen der Haut (Dermatomen) in direkter Verbindung mit den inneren Organen. Über eine Veränderung des Hautbildes (Verklebung, Quellung) und die Behandlung dieses, werden die Organe besser durchblutet und die Stoffwechsellage dieser verbessert sich. Weiters hat die Bindegewebsmassage/Segmentmassage eine starke Wirkung auf den Sympathikus (Teil des Vegetativen Nervensystems), viele freie Nervenendigungen dieses befinden sich im Bindegewebe, und haben dadurch eine sehr starke, entspannende Wirkung, die allerdings erst 2 – 3 Stunden nach der Behandlung eintritt. Die Entscheidung wann eine Bindegewebsmassage/Segmentmassage durchgeführt werden soll, wird über die Beurteilung der Veränderungen des Hautbildes getroffen.

Eine weitere Anwendung finden diese Methoden nach alten Verletzungen und Operationen bei denen das Gewebe verklebt und/oder Narben entstanden sind. Mit der Bindegewebsmassage/Segmentmassage kann man die Verklebungen wieder lösen und eine mechanische Reizung des Gewebes verhindern, sowie Narben die überempfindlich oder weniger empfindsam sind wieder ausgleichen und auf das gleiche Empfindungsniveau bringen.

Beispiele für eine Anwendung von Bindegewebsmassage/Segmentmassage sind:
  • Narbenentstörung
  • Verklebungen lösen nach alten Verletzungen, Operationen
  • Kombination mit klassischer Massage
  • Organische Beschwerden bei denen es keinen Schulmedizinischen Befund gibt
  • Vegetativ ausgelöste Beschwerden – Schlafstörungen, Entspannungsschwierigkeiten, ect…


Die Akupunkt Meridian Massage (APM)

hat als Vorbild die Traditionelle Chinesische Medizin und wurde speziell für Masseure entwickelt. Die Idee hinter der Akupunkt Meridian Massage ist, die Energie, die in Kanälen (Meridianen) durch den Körper fließt, durch Drücken von Akupunktur Punkten oder Schaben von Meridianen, wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Dadurch können sich ähnliche Beschwerdebilder wie in der Bindegewebsmassage/Segmentmassage beschrieben, ändern. Eine weitere Stärke der Akupunkt Meridian Massage liegt in der Behandlung von Gefühlen, von Müdigkeit und Abgeschlagenheit. Außerdem können über ein ausgleichen des Energieflusses, auch Emotionen positiv beeinflusst werden. Es kann zusätzlich durch Schröpfen (Stimulierung der Akupunkturpunkte durch Unterdruck), Moxen (Wärme zuführen durch Beifuß Kraut) und spezielle Bewegungen (Tai Qi) der Energiefluss im Körper ausgeglichen werden.

Einige Beispiele für die Anwendung einer APM sind:
  • Müdigkeit
  • Abgeschlagenheit
  • Körperliche,- Geistige Unruhe
  • Einschlafschwierigkeiten
  • Durchschlafschwierigkeiten
  • Gereiztheit
  • Depressive Verstimmtheit

Auch hier ist wieder festzuhalten, dass vorher medizinische Gründe ab zu klären und aus zu schließen sind.


Die Fußreflexzonenmassage

wird ebenfalls zu den Reflextherapien gezählt. Es wird in dieser Behandlungsform der Körper in 10 Längszonen (5 rechts, 5 links) und 3 Querzonen unterteilt. Diese Unterteilung des Körpers findet sich in Form von Reflexzonen an den Händen und den Füßen wieder. Durch eine Stimulation dieser, ist es möglich, Organe, Muskulatur und Gelenke positiv zu beeinflussen, bzw. eine Hyperämie (Mehrdurchblutung) in den zugehörigen Geweben, aus zu lösen, was wiederum eine verbesserte Stoffwechselsituation, in diesen, mit sich bringt.

Einige Beispiele für die Anwendung einer Fußreflexzonenmassage sind:
  • Chronische Sinusitis (Stirnhöhlenentzündung)
  • Chronische Blasenentzündungen
  • Chronische Kopfschmerzen
  • Chronische Magenbeschwerden
  • Innere Narbenentstörung

Wiederum ist es wichtig, auf die Bedeutung einer klaren Schulmedizinen Abklärung im Vorfeld, hinzuweisen!