Kräuter

Die Macht der Kräuter!

Die Kräutertherapie (Phytotherapie) hat sich in allen Kulturkreisen, auf der ganzen Welt, im Laufe der Zeit, in unterschiedliche Richtungen entwickelt. Bevor die Pharamaindustrie entstanden ist, waren Kräuter die Therapiemethode Nummer 1, wenn es um Krankheiten und Gebrechen ging. Einige Medikamente die heute sehr oft verwendet werden, haben sich ursprünglich aus der Kräuterlehre entwickelt, wie zum Beispiel Penicilin, bestand am Anfang aus Pilzsporen.

Jede Kultur hat verschiedene Ansichten welches Kraut für welche Krankheiten verwendet wird. Einerseits ist dies natürlich darauf zurück zu führen, dass bestimmte Pflanzen nur in bestimmten Regionen wachsen und heimisch sind. Andererseits haben das Klima und die Bodenbeschaffenheit in anderen Ländern einen großen Einfluss auf die Heilwirkung der Pflanze.  Ein Beispiel hierfür ist die Minze, die kühlend wirkt, und ihre Hochsaison zwischen Juni und August hat, also in der normal heissesten Jahreszeit in unseren Breiten.

Unterschiedliche Sichtweisen

In den verschiedenen Kulturen haben sich unterschiedliche Arten von Medizin entwickelt, die bei genauerer Betrachtung oft auf die gleichen Ergebnisse kommen, allerdings sich in ihrer Betrachtungsweise unterscheiden. In der Traditionellen Chinesischen Medizin ist der Focus auf einem fließen der Lebensenergie durch den Körper. Ist dieser Fluß unterbrochen, kann dieser durch Dehnungsübungen, Akupressur, Akupunktur und natürlich auch durch Kräuter, wieder in Fluß gebracht werden. Den letzteren wird dabei eine sehr starke Wirkung, ähnlich wie Medikamenten, nachgesagt. In der Chinesischen Medizin geht es nicht so sehr um die Inhaltsstoffe, wie Vitamine, Mineralstoffe, Wirkstoffe, ect., sondern darum, ob ein Kraut die Eigenschaft hat, die Energie im Körper wieder zum fließen zu bringen.

Wobei wir schon bei der klassischen, westlichen Sichtweise von den Kräutern wären. Hier geht es sehr viel um die Inhaltsstoffe und die Wirkstoffe der Pflanze und um ihre physiologischen Auswirkungen auf den Körper.

Die westliche Kräuterlehre nach der wir handeln, basiert auf sehr altes Wissen, das sich in unserem Kulturkreis (Tirol) entwickelt hat. Sie bezieht genauso wie die Traditionelle Chinesische Medizin nicht nur körperliche Beschwerden ein, sondern auch emotionale Befindlichenkeiten und Gefühle werden mit einbezogen. Dies hat den Vorteil, dass auch Beschwerden für die es nach der westlichen Schulmedizin keine Diagnose gibt, auch ein Kraut gewachsen ist.

Woher kommen die Kräuter?

Da sehr viele westliche Heilräuter nach dem THMPD Gesetz der EU aus dem Jahr 2011, nur mehr für den Eigenbedarf angebaut werden oder in der Natur geerntet dürfen, kann man Kräuter entweder über eine pharmazeutische Quelle beziehen oder man pflückt diese selber.

Bei Kräuter nach der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) hat es sich bewährt, Presslinge oder Granulat Mischungen aus der Apotheke zu beziehen da die Kräuter teilweise bei uns nicht in der Natur vorkommen.

Wo sind die Kräuter in der Natur zu finden?

Unsere heimischen Kräuter finden sich auf Wiesen und Wäldern.